Stephan
Zilkens
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Newsblog 10.KW 2026
Es gibt Wochenenden, danach sieht die Welt anders aus. Das letzte war mal wieder so eins! - Klar, die Ayatollahs und ihre Schergen haben was gegen andere Meinungen und sie lieben es Konflikte zu schüren. Jetzt ist der Hydra das Haupt abgeschlagen worden - nur wie schnell wachsen wo welche nach? Nach den Erklärungen dürften sich die iranischen Drohnen nicht mehr gegen die Ukraine richten - das Land will sie jetzt selbst einsetzen und feuert wahllos um sich. Für uns fernab stehende wird es immer schwerer zu erkennen, welche Nachricht ist wahr und welche unwahr. Spannend wird es sicher auch für die Galerien, die an der ARCO in Madrid diese Woche teilnehmen - hält die langsam wieder steigende Stimmung an? Oder gibt es problematische Vorboten für die TEFAF? Was wird mit der Art Dubai, die im April eröffnen will - zurzeit ist der Flughafen gesperrt! Die Biennale in Venedig erwartet im Mai etliche Werke auch aus asiatischen Staaten - die Handelsrouten scheinen vor Angriffen nicht sicher. Noch operiert die von den Mullahs finanzierte Brut und riskiert die globalen Handelsströme. Wahrlich - keine einfachen Zeiten.
Letzten Montag tagte die Jury für die erste Auswahl der Stipendiaten von "Support Artists in Exile Cologne". Das ging nur mit Zoom, weil einer der Juroren in Kyiv war, um die am 24.2. dort erwarteten Oberhäupter*innen der Europäischen Staaten gebührend mit einer Kunstinstallation zu empfangen. Leisa Khomenko hatte einen Schützengraben gemalt, durch den alle von den Gleisen zu den Autos mussten. Wir durften ihn auch sehen - und es ist schade, dass diese Einbindung der Kunst keine Resonanz in der westlichen Berichterstattung gefunden hat. Kränze und Kerzen sind wohl das Äußerste, was öffentlich-rechtliche Anstalten zumuten möchten? Anyhow - die Stipendiaten, die ab März in Köln ein Atelier nutzen können und zum 1. Juni eine Ausstellung vorbereiten sind: Anas Kahal und Majd Suliman aus Syrien. Wir sind gespannt. Bewerbungen für die nächsten Turns ab 1.7. und ab 1.10. sind jetzt über application@artistsinexile.de möglich.
Das BAFIN soll die Versicherungswirtschaft überwachen - jetzt gibt es auch eine Wohlverhaltensaufsicht - ehrlich gesagt: ein schreckliches Wort, weil es - und man verzeihe mir den harten Ausdruck - nach staatlicher Aufforderung zur Arschkriecherei klingt, einer Fähigkeit, die in der Deutschen Geschichte hinreichend belegt ist. Eigentlich meint man was Gutes: Die Versicherer sollen sich in Beziehung auf ihre Kunden gut verhalten und in der Preis- und Bedingungsgestaltung transparent und fair sein. Gewinne dürfen sie auch einkalkulieren - aber nicht zu viel meint die BAFIN Chefin. Das klingt in meinen Ohren schräg, solange wir nicht in einem sozialistisch dirigierten Obrigkeitsstaat leben, sondern immer noch die freie Marktwirtschaft auf den Schirm heben. Geld verdienen ist nichts Böses Frau Amtsleiterin, es hilft letztlich auch das Gemeinwesen am Laufen zu halten.
Der Umgang mit Sprache beschäftigt jetzt auch Pioneer und FAZ - Pioneer machte es am Wochenende zur Coverstory: Was darf man noch sagen? Zwischen Zensur und Hass - das Dilemma der Deutschen (Sprache). Keiner erinnert sich mehr an Siegmund Freud und seine Ausführungen zur Funktion von Witzen - sie reduzieren das Agressionspotential, weil sie sich über das Anderssein erheben und damit die eigene, scheinbare Überlegenheit belegen. Der Witz hat Ventilfunktion - wie auch das Kostümieren zu Karneval in anderen Haut- und Gesellschaftsfarben nichts mit kultureller Aneignung zu tun hat. Aber in Köln gibt es keine Negerköpp und keine Indianer mehr ... .
Klar, das Portemonnaie ist eine nicht zu verachtende Triebfeder für die menschliche Leistung. Jetzt sind Versicherungsmakler aus ihrem Verständnis heraus unabhängig, weil sie die Produkte vieler verschiedener Risikoträger für Ihre Kunden beurteilen und entsprechende Empfehlungen abgeben. Sie werden in der Regel durch Courtagen bezahlt, die Bestandteil der Beiträge sind - da sind sie dem Einfirmenvertreter gleich - aber nur da, denn als Makler ist man Sachwalter in Versicherungsfragen für seine Kunden - hat das Bundesverfassungsgericht festgestellt und steht damit in der Risikosphäre des Kunden. Verbraucherschützer und deutsche Gerichte wollen den feinen Unterschied nicht sehen. Vermutlich ist ihre eigene Geldgier Teil der Basis auf der sie die Leistung von uns und unseren Kollegen partout als nicht unabhängig gewertet wissen wollen. Für uns jedenfalls gilt: Mag ein Versicherer noch so viel Courtage bieten - wenn sein Produkt und seine Schadenregulierung nichts taugt, werden wir unseren Kunden seine Lösungen nicht vorschlagen. - Das nenne ich unabhängig.
In diesem Sinne hoffen wir alle auf eine baldige Lösung der Konflikte, die uns umgeben
Ihr Stephan Zilkens und das Team der Zilkens Fine Art Insurance Broker GmbH in Solothurn und Köln