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Zilkens Newsblog

Ausschnitt aus Famished Road von Ibrahim Mahama, 2023, Museum Voorlinden, Wassenaar - Foto: Stephan Zilkens
Ausschnitt aus Famished Road von Ibrahim Mahama, 2023, Museum Voorlinden, Wassenaar - Foto: Stephan Zilkens
Dr. Stephan Zilkens

Stephan Zilkens

Newsblog 12. KW 2025

Die TEFAF in Maastricht ist noch gar nicht zu Ende und der Hauptsponsor XL a Company of AXA freut sich seine Mitarbeiter durch Standdienste motivieren zu können. Zur Eröffnung Donnerstag, Freitag war großer Auftrieb der Wichtigen. Menschen mit Familienbezug durften dann schon Freitag Nachmittag wieder zu ihren Familien in Europa reisen. Bis Donnerstag ist ja noch ein wenig Zeit - und vielleicht schafft man es zwischendurch nach Wassenaar ins Museum Voorlinden, wo es starke zeitgenössische Positionen zu bewundern gibt.

Der Palazzo Strozzi hat am Freitag wegen schlechten Wetters in der Toskana die Eröffnung der Tracy Ermin Ausstellung abgesagt. Kaum haben die Amerikanischen Südstaaten in großer Einigkeit für den Showmaster mit dem Hamsterfell als Präsidenten gestimmt kommt die Sintflut in Form von 40 Tornados über sie. Missouri, Arkansas, Mississippi, Louisiana, Illinois, Tennessee, Alabama und Indiana sind betroffen. Für die Amerikanische Ostküste sind Stürme vorhergesagt. Ungemütlich - auch für die Versicherungswirtschaft, die sich gerade von den Folgen der Brände in Kalifornien erholt. Die Rückversicherer haben schon länger höhere Beiträge für die Übernahme von Extremrisiken gefordert. Da viele Risikoträger globaler aufgestellt sind - nein, nicht die Ostangler Brandgilde oder die Ammerländer - dürften auch Kunden in Gegenden, die von den genannten Ereignissen weit entfern liegen, mittelfristig von Preiserhöhungen betroffen sein. Das trifft dann auch die beiden namentlich erwähnten, weil deren Rückversicherungen letztlich auf einem globalen Markt organisiert werden. Wird die Welt auch an manchen Stellen provinzieller - Im Versicherungswesen bleibt die Struktur global, weil die Risiken anders gar nicht zu verteilen sind, wenn Versicherung bezahlbar bleiben will.

Blue Chip Kunstwerke und Künstler hat man ja schon mal gehört. Kommt von der Börse, wo die Blue Chips die erfolgversprechensten Unternehmen sind. Jetzt gibt es in der Kunstwelt auch Red Chips - und die haben nichts mit der Lieblingsfarbe der Amerikanischen Republikaner zu tun. Annie Armstrong versucht in Artnet eine Analyse dieses auf der Lehre von der Oberfläche aufbauenden Marktsegments.

Alle machen sich Gedanken über Bürokratieabbau - und da kommt gerade rechtzeitig mit dem Rückenwind der EU das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz daher. Das hat irgendwas mit dem Internetauftritt der Unternehmen zu tun und ist mit drakonischen Strafen belegt, wenn man es nicht berücksichtigt. Wie man allerdings eine Website barrierefrei gestalten soll ist offen, denn welche Behinderungen damit gerechter behandelt werden sollen erschließt sich auch nicht ganz. Es muss doch nicht jeder Depp Zugang zu Allem haben. Und man muss auch nicht alles jedem verkaufen, da soll es auch gesetzliche Beschränkungen geben... .

Neben der Raubkunst, die man in der Regel mit den Gräueltaten der Nazis in Verbindung bringt gibt es auch geraubte Kunst, die in Privatbesitz verbleiben kann. Zuletzt geschehen mit einem Werk von Antonio Solario, dass bis 1973 im Museum von Belluno war. Britische Gerichte haben den gutgläubigen Erwerb durch die aktuelle Besitzerin bestätigt. Die würde gegen einen angemessenen Preis das Bild auch herausrücken. Dummerweise hat es seinen Charakter als Handelsware verloren: Kein Auktionshaus und kein Händler werden die Arbeit annehmen. Und: Wo kein Markt, da kein Preis.

In Österreich dürfen sich die öffentlichen Verkehrsmittel über einen Strom von Kunstsammlern freuen, die gleichzeitig in Wien und in Bregenz sein wollen. Alle zur Spark - der Messe mit den identischen Ständen in Kreisform und alle auch zur Messe nach Bregenz. Interessant, dass sich insbesondere die österreichischen Galerien diesen Spagat gefallen lassen. Am Ende schadet es der Reputation von beiden Messen. Der Art Basel in Hongkong kann es egal sein. Die startet eine Woche später.

Allen eine starke Woche voller guter Erlebnisse.

Ihr Stephan Zilkens und das Team der Zilkens Fine Art Insurance Broker in Solothurn und Köln.

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Dr. Stephan Zilkens | Zilkens Kunstversicherung