Stephan
Zilkens
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Newsblog 12. KW 2026
Kuwait, Saudi-Arabien, Bahrain, Qatar, Vereinigte Arabische Emirate (VAE), Iran und Irak liegen alle am Persischen Golf, produzieren Öl und Gas und sorgen für 25 - 30% des Weltölhandels (ca. 20 Millionen Barrel täglich), der durch die Straße von Hormoz muss. Es gibt eine Pipeline durch Saudi-Arabien (die umschifft den Jemen und sorgt für Lieferung solange der SUEZ-Kanal offen ist) und eine Pipeline von den VAE an die Küste Omans (1,5 Mio. Barrel täglich), von wo der Transport allerdings an den Huthi vorbeimuss, wenn es in den Suez Kanal gehen soll. Die Pipelines mit einer Gesamtkapazität von 8,5 Mio. Barrel wurden bisher nicht voll genutzt, aber auch die Verschiffungskapazität der Häfen ist begrenzt. Es bleibt abzuwarten, wie lange die Straße von Hormoz als Geisel für die Weltwirtschaft genutzt wird. Auf den Kunstmarkt hat diese Entwicklung im Moment noch keine Auswirkungen, wenn man die Kauflaune auf der Maastrichter TEFAF richtig beobachtet hat. Es ist wirklich die Messe - und dieses Jahr besonders schön - Noch bis Donnerstag für die Reisewilligen.
Sie mochten ihn von Anfang an nicht, die Deutschen Intellektuellen allerlei Geschlechts, für die Liberalismus ein Schimpfwort ist, den Kulturstaatsminister Wolfram Weimer - ex Unternehmer und parteilos. Angeblich ist es ein Angriff auf die Meinungsfreiheit, wenn Unternehmen, die möglicherweise gegen die staatliche Ordnung arbeiten, keine von den Steuerzahlern bezahlten Preise bekommen sollen. Bei dem Preis für Buchhandlungen scheint es sich allerdings eher um eine verkappte Subvention zu handeln: über 100 Buchhandlungen erhalten Auszeichnungen von 7.500 bis 20.000 EUR. oder 3,5% der freien Buchhandlungen. Die Konzerne Thalia und Hugendubel gehen leer aus.
Es bleibt ein Skandal, dass Russland an den Paralympics teilnehmen durfte und es wird ein Skandal, wenn der Feuerspucker (Buttafuoco) aus Venedig an seinem Plan festhält russische Staatskunst den Besuchern der Biennale zuzumuten. Moralische Korruption allenthalben - Im Weltfußball, im Olympischen Komitee und jetzt auch bei der Biennale? Die Ukraine versucht ihre Kulturgüter (und damit Zeugnisse ihrer Geschichte) aus der Frontlinie in Sicherheit zu bringen und Buttafuoco spricht von einer Diplomatie der Schönheit. Der Mann ist wirklich nur mit den Tüten, die im Flugzeug im Netz vor einem das Schlimmste auffangen sollen zu ertragen.
Erst ein Gericht in Dresden und jetzt das Oberlandesgericht in Köln sind der Auffassung, dass Versicherungsmakler nicht unabhängig sind, weil sie über die Courtage aus den Prämien bezahlt werden. Richten sich die Richter damit nicht selbst? Immerhin werden sie aus Steuermitteln bezahlt - sind sie deswegen parteiisch? Ist ihr Urteilsvermögen deswegen getrübt? Können wir uns die ganzen Theorien über die Dritte Gewalt im Staate sonst wohin schmieren, weil die Damen und Herren Richter durch die Zahlungen ihres Dienstherren nicht mehr unabhängig sind? Nachsitzen meine Damen und Herren - ihre Unabhängigkeit sollten sie nicht dadurch in Frage stellen, dass sie anderen vorwerfen nicht mehr unabhängig zu sein, nur weil sie einem seit Jahrhunderten eingeübten Bezahlsystem angehören.
Schon mal von Entfluchten gehört? Nein, das ist keine neue Kampagne der AfD, um ihre ausländerfeindlichen Ziele sprachlich zu beschönigen. Der Begriff wird allen Ernstes verwendet, wenn ein Feueralarm in einer Oper oder einem Konzerthaus oder einem Fußballstadion losgeht. Dann wird entfluchtet - möglicherweise klingt das besser wie evakuieren. Aber warum reden jetzt alle von Resilienz und nicht mehr von Widerstandskraft? Resilienz klingt freundlicher - wie Wettbewerb auch freundlicher als Konkurrenz klingt. Weichspülen ist eben alles ... .
Stefan Kobel hat allerlei aus der Berichterstattung des Marktes zusammengetragen - Ihnen allen einen guten Start in die Woche
Stephan Zilkens und das Team der Zilkens Fine Art Insurance Broker GmbH in Solothurn und Köln