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Stephan Zilkens
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Im Kölner Wallraf-Richartz Museum läuft die vorerst letzte Ausstellung vor einer ca. zweijährigen Schließung des Hauses. Grund: Generalsanierung - das Haus ist schon 24 Jahre alt, Instandhaltung war zwischendurch nicht nötig. Man fragt sich, ob die Bewahrung des kulturellen Erbes in städtischer Verwaltung noch verantwortet werden kann - zumindest in Köln. Überall Baustellen, temporäre Schließungen und zu wenig qualifiziertes Personal, um die eigentlichen Aufgaben eines Museums zu bewältigen. Die Leidensfähigkeit der Kölner ist enorm - aber wehe irgendein Karneval fällt aus ... . Schweizer Schätze aus dem Museum Langmatt sollte man sich hingegen ansehen. Kombiniert mit den Beständen des WRM ergibt das eine sehr lohnenswerte Ausstellung.
Der Versicherungsmonitor hat sich dafür interessiert, wie wir Ausstellungen und Kunsttransporte in der Ukraine versichern können. den kompletten Bericht finden Sie hier (hinter der Pay Wall).
Reisen bildet, wenn man die Augen und Ohren offen hält und nicht nur am Strand liegt. In Portugal galt unter Salazar lange eine Mietpreisbremse - Konsequenz: Die Bausubstanz verfiel und Neubauten waren auch eher selten. Die Wiener kannten den Kriegsschilling als Mietregulierung. Die Wohnung, die eine Familie im Krieg bewohnte durfte nur einen Schilling pro m² kosten. Das schöne - die Regelung war erblich auch lange nach Ende des Krieges. Die Mieter machten zwar hier und da mal was an Verschönerungsarbeiten in der Wohnung, aber für den Erhalt der Substanz war kein Geld da. Bis in die 80ger Jahre hinein Verfall. In Deutschland schwadronieren einige politische Würdenträger allerlei Geschlechts auch von einer Mietpreisbremse - die Effekte: siehe oben! und es baut keiner mehr. Das blöde an der menschlichen Motivationslage ist ja, dass sie nicht wirklich zum Altruismus neigt. Homo homine lupus (est) aus ihm herauszutreiben gelingt nicht langfristig auch wenn weniger tierische Umgangsweisen Glauben machen, dass es anders wäre.
In Myanmar 7,7 auf der Richterskala ist mit das heftigste an Erdbeben, was man sich an Land so vorstellen kann. Die Opfer und Sachschäden sind immens - aber kaum versichert. Das heftigste Beben ereignete sich 1960 vor der Küste Chiles, bei dem 9,5 auf der Richterskala gemessen wurden. Wenn man bedenkt, dass die Ubahn unter dem Bosporus nur bis Stärke 9 sicher ist, versteht man, warum der Schiffsverkehr immer noch sehr beliebt ist. Es gibt Kunstläger in Gegenden, die bisher historisch keine Stärke 5 auf der Richterskala erlebt haben, die bis Stärke 11 ausgelegt sind. Für das Risikomanagement von Sammlungen spielt das schon eine Rolle.
ChatGPT in aller Munde - haben wir auch ausprobiert mit der Frage: "Nenne Sammlungen in öffentlichem Besitz, die Kunstwerke verkauft haben" - Es kommt ein schlauer Artikel in dem unter anderem steht, dass das Kunstmuseum Leipzig 2020 einen Beckmann für 20 Mio. EUR verkauft hat. Die Sammlung Würth hat zwar in dieser Zeit einen gekauft, aber der kam nach unseren Recherchen nicht aus Leipzig. Im Gegenteil, die Kunstsammlungen dort versuchen ihren Bestand zu vergrößern. Woher die Weisheit von ChatGPT stammte lässt sich nicht ermitteln. Vermutlich fehlt dem Algorithmus für Kunst noch der Sparringspartner... .
Genießen Sie die Woche - Achtung Dienstag ist der 1. April, es soll noch Gegenden geben in denen man in denselben geschickt wird.
Ihr Stephan Zilkens und das Team der Zilkens Fine Art Insurance Broker GmbH in Solothurn und Köln