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Zilkens Newsblog

Dr. Stephan Zilkens

Stephan Zilkens

Newsblog 15. KW 2022

Liebe Leser von Kobels Kunstwoche,

bekanntlich sind wir ja jetzt zweisprachig, in Deutsch und Englisch, zu haben. Daher kommt das mit dem Gendern auch nicht mehr so gut, weil Englisch das nicht so gut mit sich machen lässt. Also bleiben wir auf dem Teppich und schreiben wie früher:

über die Art Düsseldorf, die in den lichtdurchfluteten Hallen (wenn die Sonne schien) 86 Galerien auf großen Standflächen die Möglichkeit gab zu zeigen, was sie drauf haben, unterstützt von 70% Standmietensubvention durch die öffentliche Hand. Es wurde auch fast 7stellig gekauft - Polke zum Beispiel. Aber Stimmungsschwankungen mussten die Galerien schon erdulden, je nachdem wo sie platziert waren. Ein riesiger Tony Cragg zog die Blicke auf sich und veränderte die Laufrichtung. Vier Galerien waren dadurch fast in einem schwarzen Loch.

über kurzfristig in Finnland beschlagnahmte Bilder, die dem russischen Staat bzw. seinen Museen gehören, weil ein Zöllner (wir kennen deren glorreiches Wirken schon aus der Bibel) Kunstwerke unter Luxusgüter einstufte - und die unterliegen zunächst einmal generell den Sanktionsregeln. Hohe Diplomatie und die Expertise eines russischen Kunstspediteurs haben die Werke wieder zurück ins Puschkin Museum und die Eremitage gebracht.

über den Freeport in Genf und die Versicherer, die sich die Sanktionen nolens volens auf die Fahnen geschrieben haben. Eigentlich müsste die Kumulproblematik in Genf deutlich entspannter sein, nachdem so viele Namen auf den Sanktionslisten stehen und deren Werke in den Lägern sistiert wurden. Aber wenn der Staat eingreift und beschlagnahmt - wie er das ja auch im Fall Gurlitt vor ein paar Jahren gemacht hat - muss er trotzdem für die Erhaltung der Werte Sorge tragen. Heisst das jetzt, dass die Prämien, die vorher der Oligarch gezahlt hat nunmehr vom Steuerzahler berappt werden müssen? Das wär doch mal was - und wer erhält im Falle des Schadens die Entschädigung ... ?

über die Präsidentschaftswahlen in Frankreich, die vor allem Politikverdrossenheit nach oben spülen. Frankreich ist eben ein paar Kilometer weiter weg von der Ukraine als Deutschland. Da sitzt das nationale Spiesserhemd schon näher am Körper. Chauvinismus in seiner alten Bedeutung - noch befreit vom Genderwahn - ist ja eine urfranzösische Erfindung.

über die Idee der National Gallery in London aus den russischen Tänzerinnen von Degas jetzt ukrainische zu machen. Ehrlich gesagt, das klingt ein bisschen gewollt. Der Krieg wird auf Befehl von zur Zeit Mächtigen gegen ein Volk geführt. Aber die Völker an sich haben kein Interesse sich zu prügeln. Nicht jeder Russe ist ein Teufel und schon gar nicht jeder Ukrainer ein Heiliger. Das Problem sind nur die politischen Führer, die Phantasien nachhängen, die aus den Tiefen einer ungaren Geschichtsklitterung kommen. Wenn das Osterfest bei den Orthodoxen auch was taugt, wäre das ja eine Gelegenheit Friedenswillen zu zeigen - allerdings ist Ostern da ein paar Wochen später.

über die nächste Kunstwoche von Stefan Kobel, die erst am Dienstag nach Ostern erscheint, weil vorher kräftiges Eiersuchen angesagt ist.

Wir wünschen allen eine kreative Zeit vor Ostern in der irgendwo gesichtswahrende Erkenntnisse reifen, die dem Morden und der Zerstörung in der Ukraine ein Ende bereiten. Hoffen darf man ja und Russland platt machen will wirklich keiner, egal was Putins Propagandamaschine vom Stapel lässt.

Ihr Stephan Zilkens und das Team der Zilkens Fine Art Insurance Broker GmbH in Solothurn und Köln.

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Dr. Stephan Zilkens | Zilkens Kunstversicherung