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Zilkens Newsblog

Dr. Stephan Zilkens

Stephan Zilkens

Newsblog 21. KW 2022

Liebe Leser von Kobels Kunstwoche,

nach 3 Monaten Krieg ebbt die Intensität der Nachrichten ab, derweil die russische Armee im Auftrag ihrer Junta munter weiter Menschenleben und Kulturstätten zerstört. Traurig, dass es Russen gibt, die auch ausserhalb der Gehirnwäschezonen lieber am Ergebnis derselben festhalten, als der unangenehmen Wahrheit ins Auge zu schauen. Im Ergebnis machen sie sich dadurch mitschuldig an dem was gerade in der Ukraine geschieht. Ob man auch 80 Jahre nach dem hoffentlich irgendwann möglichst bald eintretenden Ende des Krieges dem Russischen Volk seine kollektive Schuld vorhalten wird?

Ernst Jandl stand wohl Pate bei der neuesten Erfindung aus dem Hause Hasenkamp - das Ergebnis experimenteller Lyrik heißt FLXSM und steht für eine revolutionäre Kiste, die erheblich umweltfreundlicher ist, als alles was bisher diesbezüglich auf dem Markt ist. Die Plastikeimer des Wettbewerbs kommen bei weitem nicht an die Umweltdaten ran und sind am Ende ihrer Lebensdauer Plastikmüll, der, wenns schief läuft, die Weltmeere belastet. Und meistens gilt da Murphy's Gesetz. Gerüchteweise ist die vor 20 Jahren von Hasenkamp entwickelte Q-Plus Kiste, die eine Stunde 800 Grad Celsius aushält, einer der letzten Aufträge die Mister Q für James Bond erfunden hat. Die Kunstspediteure der Hasenkamp Gruppe aus ca. 20 Ländern tagten am Wochenende, um sich auch mit der Frage auseinanderzusetzen, wie man das Geschäftsmodell umwelt- und resourcenschonender gestalten kann. Zum Abschluß berichtete Prof. Dirk Boll von Christies über die Herausforderungen, die sich aus der durch Corona bedingten Veränderung der Kunstmarktindustrie ergeben. Der Kunstmarkt hat 2021 ca. 65 Milliarden USD umgesetzt aber davon entfällt nur ein Bruchteil auf NFT, deren Charakter von vielen nicht verstanden wird. Christies sieht sich als Marktführer im NFT Bereich. Nur ein marginaler Teil des Handelsvolumens von NFT hat eine Beziehung zur Kunst und möglicherweise den Zenith schon wieder überschritten.

Die Auktionen in der letzten Woche in New York waren rekordverdächtig - der Markt schwächelt nicht. Auch in Deutschland gab es gute Auktionsergebnisse. So hat das Kunsthaus Lempertz am Wochenende im Rahmen seiner Auktionen auch Kunstwerke für die Malteser Ukraine Hilfe versteigert und stiftet dazu das dazugehörige Aufgeld. Bisher sind über 300.000 EUR zusammengekommen und es geht diese Woche in den Auktionen des Hauses damit weiter.

Und noch einmal Russland - besser Russische Avantgarde, leider nicht zum Niederknien, sondern eher nicht ganz echt: Kommt von wohlklingenden Namen wie Peanuts Kopper und Governance Kodex Cromme und sollte bei van Ham in Köln versteigert werden. Beltracchi könne ihm nicht passieren hatte Markus Eisenbeis jedem verkündet, der es hören sollte als einer seiner Wettbewerber in der Tinte saß, weil die Provenienzen unklar waren. Das von van Ham angebotene Material hatte als eigentliche Provenienz nur die Kunsthändlerin, die die Sammlungen betreut hat. Erst nachem die Kripo sich für das Angebot interessierte wurden die Arbeiten aus der Auktion zurückgezogen. Aus der Bredoulille hilft nur eine Erfassung aller Kunstwerke ab Erschaffung durch digitale Technologien, die den Fingerabdruck eindeutig registrieren. So lässt sich dann Original von Fälschung unterscheiden, die der elektronische Türsteher vor der Auktion mit einem :"Du komms hier nich rrein" abweist.

Zusätzliche Sicherheit für den Markt und für Versicherer, die dann nicht mehr für falsche Arbeiten viel Geld entschädigen müssen. Man könnte das eigentlich in der Kalkulation belohnen, wenn die Preise nicht schon so im Keller wären.

Wir wünschen Allen einen guten Start in die Woche - nur noch drei Wochen, dann trifft sich die Kunstwelt wieder in Basel ...

Ihr Stephan Zilkens und das Team der Zilkens Fine Art Insurance Broker GmbH in Solothurn und Köln

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Dr. Stephan Zilkens | Zilkens Kunstversicherung