Optionale Cookies erlauben?

Neben technisch notwendigen Cookies möchten wir Analyse-Cookies nutzen, um unsere Zielgruppe besser zu verstehen. Mehr dazu in unserer Datenschutz­erklärung. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit widerrufen.

Zilkens Newsblog Archiv

Newsblog 28. KW 2021

Guten Morgen liebe Leser von Kobels Kunstwoche und unseres Newsblogs,

da hat es England trotz aller Schützenhilfe durch die UEFA und Boris Johnson doch nicht geschafft Europameister zu werden. Hoffen wir, dass der Europameister in Leichtsinn nicht durch hohe Covid Raten wirtschaftlich ins Hintertreffen gerät. 3 x 60.000 Fussbalbegeisterte im Stadion ohne Spreader wären zu wünschen - die Hoffnung stirbt zuletzt.

Drei ältere weisse Männer wollen das Weltall touristisch sozialisieren: Branson, Bezos und Musk bieten Kurzaufenthalte im Weltall für um die 250.000 USD pro Person an. Das es funktioniert hat der erste jetzt gezeigt. Gleichzeitig kämpfen in Bangeladesch Überlebende der Brandkatastrophe eines Lebensmittelherstellers um 500 USD Entschädigung, die sie nur erhalten, wenn sie nachweisen können, dass sie Spätfolgen aus dem Unglück haben. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun und trotzdem zeigt es ein Missverhältnis.

Nach einem trockenen Sommer 2020 mit sich leerenden Talsperren scheint 2021 zumindest in der Schweiz das Gegenteil der Fall zu sein. Flüsse und Seen vermelden Höchststände und auf dem beschaulichen Thuner See ist die Schifffahrt eingestellt. Im Burgenland, nur wenige hundert Kilometer östlich, vertrocknet der Mais auf dem Halm.

Stiftungen sind für öffentliche Museen immer willkommen, wenn sie Sammlungen ergänzen und die Qualität stimmt. Einmal angenommen sind sie dem Markt entzogen. Privat geführte Häuser, wie die Sammlung Beyeler in Riehen, unterliegen dieser Regel nur, wenn der Stiftungsvertrag sie dazu verpflichtet. Le Journal des arts berichtet ausführlich über das Schicksal einiger Werke, die 2013 von Claude-Louis und Micheline Renard der Fondation Beyeler gestiftet wurden. 2020 war auch in Riehen kein leichtes Jahr, denn die meiste Zeit war das Museum für die Öffentlichkeit kaum erreichbar und entsprechend geringer die Einnahmen. Einige Werke aus dem Legat der Renards wurden nun "direkt und diskret an Sammler verkauft, die sehr eng mit der Fondation verbunden sind". Was Delphine Renard, die Tochter der Stifter, verwundert ist, dass der Erlös aus dem Verkauf für Neuankäufe verwendet werden soll.

Es ist Urlaubszeit - und die Planung einer Reise ist herausfordernd, wenn man nicht mit Ungewissheiten leben möchte. Versailles, die Residenz des Sonnenkönigs, beherbergt jetzt ein Hotel der Spitzenklasse: "Airelles Chateau des Versailles. Le Grand Controle" - ursprünglich einmal von Mansart (ja, dem mit der Mansarde) als Jagdschlößchen errichtet. Übernachtung ab 1.700,00 EUR aufwärts ... - Auf Mallorca würde das für knapp 3 Corona bedingte Zusatznächte reichen, die über die Ergo versichert wären. Die Regionalregierung der Balearen hat für Deutsche einen Vertrag mit der Gesellschaft geschlossen für den Fall, dass man sich als Tourist infiziert und dann wegen Quarantäne entsprechenden Mehraufwand stemmen muss. Limitiert pro Fall mit 5.000 EUR und auch nur für Buchungen in offiziellen Unterkünften.

Pace Gallery wird bis September eine Plattform für den Handel mit NFTs (Non fungible Token) geschaffen haben verkündet deren CEO Marc Glimcher. Bekanntermassen verballern NFTs ziemlich viel Energie. Gallery Climate Coalition versucht diese gerade bei Lagerung, Verpackung, Transport und Ausstellung einzusparen. Aus diesem Spannungsfeld wird sich das nächste Kölner Kunstversicherungsgespräch speisen, dass während der Art Cologne stattfinden wird. Ob NFTs überhaupt Kunstwerke sind und ihr Verkauf mit den für Kunst gültigen Mehrwertsteuerregeln erfolgen kann wird sich an anderer Stelle zeigen.

In dieser Woche wird die Entscheidung der ART BASEL erwartet, ob die Messe, wie geplant im September stattfindet oder sich alles auf Miami Ende November konzentriert. Noch ist das Reisen für Normalbürger in die USA nicht gestattet ...

Die Polizei findet so manches wieder - jetzt ein "Vasen Linsenbild" von Sigmar Polke, dass vor 11 Jahren aus einer Kölner Galerie verschwunden war. Wenn es versichert war und entschädigt wurde kann der Eigentümer es jetzt von der Versicherung zurückkaufen - zum damaligen Entschädigungsbetrag plus Zinsen, je nach Vertrag. Polke ist in jedem Fall in den letzten 10 Jahren nicht billiger geworden ...

Wir wünschen Allen eine sommerliche Woche mit angenehmen Stunden voller Kunstgenuss

Ihr Stephan Zilkens und

das Team der Zilkens Fine Art Insurance Broker GmbH in Köln, Solothurn und Luxembourg