Stephan
Zilkens
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Newsblog 28. KW 2026
Eigentlich eine normale Woche: die USA feierten 250 Jahre Unabhängigkeit mit einem Präsidenten, der das Land in eine große Abhängigkeit von sich bringen will, in Teheran wird der Staatsterrorist Kahmenei mit Pomp zu Grabe getragen, Russland attakiert nach wie vor zivile Ziele in der Ukraine und versucht gegen jedes Völkerrecht die Grundlagen der ukrainischen Kultur zu zerstören (warum wird das eigentlich nicht faschistisch genannt) und die Angegriffenen wehren sich nach Kräften zunehmend erfolgreicher. In Deutschland ignorieren BSW und AfD die verbrecherischen Handlungen Russlands und meinen, dass Landesverteidigung keine wesentliche Rolle spiele. Die SPD meint, dass diejenigen, die sowieso die meisten Steuern zahlen jetzt noch ein bisschen mehr bezahlen sollen, damit man denen, die sowieso vergleichsweise wenig zahlen noch mehr geben kann. Die CDU macht da mit und eine freiheitlich gesinnte Opositionspartei gibt es zur Zeit nicht im Land. 36 Reformen soll es geben - aber bei keiner ist wirklich ein entscheidender Durchbruch zu sehen. Trotzdem, wir sollten froh sein, dass es wenigstens ein bisschen voran geht - und gleichwohl muss auch eine kritische Betrachtung erlaubt sein. Wenn es Unternehmen schlecht geht müssen sie was tun. Man analysiert Markt, Produkte, Vertriebswege, externe und interne Kostentreiber und geht in einem zweiten Schritt verschiedene Optionen durch mit dem Ziel möglichst schnell und klar wieder in die Gewinnzone zu kommen. Dabei gehen dann manchmal auch lieb gewordene Usancen über Bord. Ich war einmal in einem Unternehmen, in dem jeder Mitarbeiter allerlei Geschlechts zum Geburtstag eine Torte und ein Ständchen bekam. Damit wurden im Jahr lediglich 4.000 EUR eingespart, aber es hat bei den Mitarbeitern den Ernst der Situation deutlich gemacht und sie haben von sich aus Ideen entwickelt, wo man Leistungen zurückfahren kann. Ähnlich könnte es in der Politik gehen - man streiche einfach das Wort Gegenfinanzierung, weil das nur die falsche Annahme birgt man könne einen Ausgleich schaffen. - Die Frage ist eher: Was brauchen wir alles nicht z.B. an Europäischen Bürokratievorgaben (die sind ausgenommen von den Reformvorschlägen), dabei wäre es ein Leichtes hier durch Kürzung von Personal und Mitteln den Europäischen Staaten dabei zu helfen wieder ein gemeinsames Ziel zu geben.
Wir leben in einer pluralistischen Welt - Christopher Street Day und das größte Schützenfest der Welt finden gleichzeitig statt, wenn auch das eine in Köln und das andere in Hannover. Die Menschen können nach ihrer Facon seelig werden. Diese Freiheit ist in Gefahr, wenn die Kräfte der AfD mit ihren kulturpolitischen Vorstellungen Mehrheiten finden. Knapp 30% der Bevölkerung sind angeblich für diese Partei - also schlapp jeder Dritte in einer Skatrunde. Interessanterweise hat sich mir gegenüber noch keiner geoutet, dass er die Partei wählen würde - dann könnte man ja argumentativ die Stärke der eigenen Argumente prüfen. Aber wo sich keiner im normalen Umfeld zeigt ... .
Die Galerien und Kunsthändler bereiten noch schnell die letzten Messen und Ausstellungen auf, bevor es in die Sommerfrische geht; Auktionshäuser katalogisieren und bereiten die Herbstauktionen vor - und an anderer Stelle macht man sich bereits Gedanken, wie man die 40. Art Against Aids Auktion in Köln am 15.10. 2027 so vorbereitet, dass sie ein voller Erfolg wird. Das Kunsthaus Lempertz unterstützt die Aktion der Deutschen Aids Stiftung, die einen Film produziert hat, den man sich ansehen sollte. Das Thema ist immer noch virulent!
Chris Bentley, einer der profiliertesten und erfahrensten Kunst-Underwriter in London hat die XL a Company of AXA verlassen und wird bei ZNGCOVER, einem auf Luxusgüter spezialisierten MGA anfangen. Möglicherweise soll er da das Kunstgeschäft entwickeln. ZNG nimmt nur Kunden auf, die empfohlen werden. Schon eine sehr eigenwillige Art der Akquisition - aber sicher auch sehr exklusiv. Drücken wir ihm die Daumen, dass sich seine Vorstellungen erfüllen.
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