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Zilkens Newsblog Archiv

Newsblog 40. KW 2021

Guten Morgen liebe Freunde von Kobels Kunstwoche,

Wenn Sie die 409. Ausgabe unseres Newsblogs überflogen haben landen Sie automatisch bei Stefan Kobels neuester Ausgabe in der auch NFTs nicht zu kurz kommen.

Gallery Climate Coalition und NFTs ein Widerspruch? Im 10. KKVG wollen wir das und die Bedeutung für die Versicherungswirtschaft klären. 200 Personen sind jetzt für den Besuch zugelassen. Wir freuen uns darauf Sie als unsere Gäste zu begrüßen, wenn Sie genesen oder geimpft sind und sich angemeldet haben. NFTs regen offensichtlich bisher kunstferne Käufer an, sich mit dieser neuen Beule der Kunst zu beschäftigen und zu investieren. Die kunstgeschichtliche Einordnung des Phänomens wird schwierig. Marcel Duchamps würde sich bedanken, ob der Banalität und dem mangelnden ästhetischen Anspruch vieler NFTs. Neosurrealismus ist es auch nicht, obwohl einem vieles davon surreal anmutet. Hoffen wir mal, dass die investierten Summen nicht surreal werden, das könnte die neuen Käufer demotivieren … . Raum genug für Kunstkritik, Kunstgeschichte und betriebs- und volkswirtschaftliche Studien.

Ca. 60.000 Besucher zählte die Art Basel dieses Jahr, das sind 35.000 weniger als 2019. Es musste aber nicht unbedingt jemand dorthin fahren, um zu kaufen auch Online ging wohl eine Menge. Für die Messegesellschaft ist das in jedem Fall eine Herausforderung. Welche Umsätze zählen und welche Aufgabe haben die Messen in der Zukunft?

Die meisten Galerien haben keine Cyber-Versicherung - und wollen auch keine, weil sie Ihre Daten sicher glauben und keiner sich auf ihre Festplatten hacken wird, weil eh alles in der Cloud ist. Die Arbeitskreise im Gesamtverband Deutscher Versicherer (GDV) haben jetzt u.a. für die Transportsparten, die auch die Grundlage für die Kunstversicherung sind, Klauseln entwickelt, in denen Schäden durch Cyber oder Pandemien ausgeschlossen werden. Es gibt Wiedereinschlussklauseln, die so kompliziert formuliert sind, dass der Deckungswille dahinter nicht mehr erkennbar ist. Man riecht förmlich die realitätsfernen Juristen, die ihr Gehirnschmalz darauf verwendet haben ihren Kollegen Anwälten und Richtern lebenslange Beschäftigung zu garantieren. Auch im englischen Markt werden solche Klauseln verwendet - allerdings ohne Haftungsbegrenzung beim Wiedereinschluss. Das können wohl nur die Deutschen. Interessant, dass der Verband hier mit 250.000,00 EUR eine Zahl angibt - irritierend, denn das hätte kartellrechtliche Relevanz, weil damit in die Marktgestaltung regulierend eingegriffen wird. Katastrophal, wenn es um die Kunst geht. Schäden durch cybermanipulierte Alarmanlagen wären plötzlich mit 250.000,00 EUR gedeckelt. Schade für die Museen, dann doch lieber Staatshaftung? - Aber die haftet in der Regel vergleichbar mit kommerzieller Versicherung - also auch nicht höher.

Die AXAXL gibt ihre Rückversicherung über Lloyd‘s of London auf. 400 Mio. EUR Beitrag gehen dann nicht mehr durch Brexit geplagte Bücher.

Apropos Brexit: In England fehlen Kraftfahrer, die Regale leeren sich und Transporte werden schwieriger, das betrifft auch Kunsttransporte. Wer keinen durchgehenden Transport aus Europa auf die Insel organisiert, bei dem kunstgeeignete LKWs mit 1.000 Liter Kraftstofftanks zum Einsatz kommen, könnte an den Hubs ein Problem bekommen. In der kalten und nassen Jahreszeit bleibt so manche Kiste draussen stehen, weil sie nicht mehr ins Lager passt.

Die Wahplakatwände sind abgebaut. Die drei, die man vor der Wahl an jeder Ecke sah, verhandeln jetzt um eine Koalition. Laschet wurde vor der Wahl nur selten aufgehängt - und die, die das gelassen haben wollen ihn jetzt hängen … .

Wir wünschen Ihnen eine anregende Woche

Ihr Stephan Zilkens und das Team der Zilkens Fine Art Insurance Broker GmbH in Köln, Solothurn und Luxembourg