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Zilkens Newsblog Archiv

Newsletter 15. KW 2021

Guten Tag liebe Leser von Kobels Kunstwoche und unseres Newsletters,

normalerweise würden wir in Deutschland heute eine neue Runde der Kanzlerin mit den Landeschefs und Landeschefinnen erwarten, bei der nach langem Ringen und Tricksen wieder irgendwelche Maßregeln für die Bevölkerung beschlossen würden. Klassischer Fall von Denkste: Das Treffen ist bekanntermassen abgesagt. Stattdessen arbeitet die Kanzlerin auf Abgang an der Schwächung des CDU Vorsitzenden - das ist so ein bisschen Prinzip verbrannte Erde, was da aus dem Kanzleramt weht. Zu Pass kommt da, dass die AfD auf ihrem Parteitag gerade beschlossen hat sich jeder Veränderung des Infektionsschutzgesetzes zu verweigern. Das führt im Prinzip dazu, dass jeder, der sich kritisch bis ablehnend den Plänen zu einer Zentralermächtigung in Sachen Infektionsschutz entgegenstellt, Gefahr läuft in die gleiche Ecke gestellt zu werden. Ich tue es trotzdem, auch wenn ich weit davon entfernt bin mit den Alternativen Brandstiftern zu sympathisieren. Der Generalangriff auf unsere föderale Verfassheit, die lokale Unterschiede respektiert, unter dem Vorwand damit die Seuche besser zu beherrschen ist eine gefährliche Anmaßung und ein übler Versuch eigenes Versagen zu vertuschen. Seit 14 Monaten grassiert nunmehr das Virus omnipräsent. In der gleichen Zeit ist es dem Robert Koch Institut nicht gelungen ein verlässliches Meldewesen einzufüren. An Wochenenden sind die Zahlen immer nicht vergleichbar! Der Regierung ist es nicht gelungen eine schnelle Versorung mit Impfstoff zu erreichen. Anstatt den einfachsten Weg über alle niedergelassenen Ärzte zu gehen wurden Impfzentren mit einer Wahnsinnsbürokratie (und Steuergeldern) errichtet, die oft am Ende der Schicht Impfdosen vernichten müssen, weil sonst jemand Gefahr läuft sich Vorteile verschafft zu haben. Es werden Schnelltests von den Unternehmern und Unternehmerinnen gefordert, die sie dem Personal zur Verfügung stellen sollen (kostenlos versteht sich), dabei ist man nicht in der Lage in Schulen Schnelltests in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen. Wir haben vor 3 Wochen Schnelltests für unsere Mitarbeiterinnen bestellt, gegen Vorkasse, die sollten nach 3 Tagen geliefert sein. Bis heute warten wir darauf und bei dem in Aachen ansässigen Unternehmen geht keiner mehr ans Telefon. Damit nicht genug. Wenn Unternehmen Schnelltests anbieten müssen, sollten sie auch das entsprechende Ergebnis dokumentieren dürfen, damit die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, wenn sie zum Frisör gehen, nicht noch einen Zusatztest machen müssen. Klassischer Fall von Denkste: Vor die Dokumentierung hat Bürokratius eine Schulung mit anschließender Prüfung gestellt. Wer die allerdings anbietet, wo und wann, kann Bürokratia auch nicht sagen. Und das soll man einfach so hinnehmen? Dass sich Kanzleramt und Landesregierungen mit dem Parlament jetzt zusammentun, um ihr - ja was eigentlich (Versagen, Fehleinschätzung, Parteitaktieren, Ideologiegezänk, Jahrmarkt der Eitelkeiten???) - in einem neuen Gesetz zu verschleiern?  In jedem Fall führt es zu einer Vergesellschaftung von Verantwortung - keiner ist es gewesen, weil es alle waren. Museen werden wieder geschlossen, der Einzelhandel bangt, die Zootiere müssen sich wieder nur noch mit ihrem Pflegepersonal beschäftigen, Menschen sollen ab 21.00 Uhr nicht mehr auf die Straße und das alles ohne transparentes Zahlengerüst, was helfen würde Entscheidungswege nachzuvollziehen. Nein, dann doch lieber Datenschutz bis zum Abwinken und Tabuisierung sowie Gendersprech bis zum Erbrechen. Als normales Wesen steht man einfach nur noch ziemlich fassungslos vor dieser Entwicklung. Freiheit und die Freiheit der Andersdenkenden - das war einmal.

Die Kunstvermittlung, Galerien, Theater und Orchester flüchten in digitale Formate, die das reale Erleben nicht ersetzen können. NFTs erleben einen Hype. Leben ist endlich - oder wie Heidegger sagte: "Leben ist ein Sein zum Tode". Freiheit bedeutet Risiko - und es ist ziemlich vermessen, wenn staatliche Fürsorge meint dieses Risiko eleminieren zu können. Andererseits lässt sich mit dem menschlichen Ewigkeitsstreben wohlfeil Politik machen. Deutschland steht vor schwierigen Wochen - und vielleicht vor einem Duell Söder - Baerbock. Ersterer hat wenigstens mal ein Jahr ausserhalb der Politik seine Brötchen verdient.

Wenn die Museen zu sind haben die Supermärkte auf! Nata Togliatti hat das genutzt, um im REWE in den Fünf Höfen in München eine tolle Ausstellung zu organisieren, berichtet unter anderem die Süddeutsche.. Das Ganze geht nur bis zum 15. April. Die Werke sind zu kaufen und der Erlös geht an die Studierenden der Münchner Kunstakademie. Zu Nachahmung empfohlen - kein Plagiat und jeder Supermarkt ist anders.

Die Art Basel Hong Kong wird wohl von Menschen ausserhalb Hong Kongs nicht besucht werden können. Es kommt kein Non-Resident rein. Aber die Kunstwerke können rein und müssen nicht in Quarantäne.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine Woche voller Optimismus und hoffentlich auch anderer und schönerer Themen als das Allbeherrschende.

Ihr

Stephan Zilkens und das Team der Zilkens Fine Art Insurance Broker GmbH in Köln, Solothurn und Luxembourg