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Newsletter 18. KW 2021

Guten Tag liebe Leser von Kobels Kunstwoche und unseres Newsletters,

den Informationsdienst KUNST gibt es jetzt 30 Jahre und sein Layout führt dazu, dass man immer drei Dinge gleichzeitig im Auge behalten muss. Sein Herausgeber Karlheinz Schmid hat in der 725. Ausgabe sein Editorial dem Gendern gewidmet und sich für die Beibehaltung der Deutschen Sprache ausgesprochen. Dazu gehört heute Mut, denn in manchen Kreisen sind die Sternchen scheinbar Pflicht, obwohl sie die Sprache verhunzen und an ihrem eigentlichen Ziel, der Gelichberechtigung, vorbeigehen. Im täglichen Handeln wird die Gleichberechtigung der Geschlechter erreicht! Zum Jubiläum des Informationsdienstes KUNST gratuliere ich herzlich und stärke Herrn Schmid gerne den Rücken.

Gallery Weekend Berlin - und mitten drin die übliche Randale in Kreuzberg zum Kampftag der Arbeiterklasse (1.Mai für die, die den Ursprung vergessen haben). Da es die wenigsten Nichtberliner am Wochenende in die Hauptstadt geschafft haben, sollten wir alle jetzt dienstliche Gründe finden nach Berlin zu reisen, um die tollen Ausstellungen in den 50 plus teilnehmenden Galerien zu sehen. Vielleicht gibt es ja einen Aerosol getesteten, fliegenden Döner Service, der einen kulinarisch mit dem Nötigsten versorgt, damit man auf der Reise nicht verhungert.

Der internationale Leihverkehr hat so seine Tücken - insbesondere für Sammler, die sich auf Staatshaftungen anderer Länder verlassen. Das dabei im Leihvertrag vorgeschriebene Grenzwerte - in diesem Fall eine Londoner Institution - nicht stören, ist schon mehr als bedenklich: es ist glatter Vertragsbruch. Der Vertrag sah eine Luftfeuchtigkeit zwischen 50% und 55% sowie eine Temperaturschwankung von 20° plus/minus 1° vor. Tatsächlich schwankte die Luftfeuchtigkeit zwischen 15% und 65% und die Temperatur zwischen 13° und 24° während der Ausstellungsdauer. Ein Unrechtsbewußtsein stellt sich beim Leihnehmer auch nicht ein, weil die staatlichen Haftungsrichtlinien folgendes vorschreiben: 'The minimum and maximum conditions for Room Humidity per week will be within the band 40-65% with a maximum cycle of 10% within 24 hours, & temperature within the band 16-24C with a maximum cycle of 4C within 24 hours". Im Rahmen der Save Climate Bewegung auch im Kulturbereich machen solche Regelungen vielleicht Sinn, weil in der Tat je nach Steuerung weniger Primärenergie für die Regulierung der Temperatur verbraucht wird. Es gibt nur jede Menge Kunstwerke, die für diese Schwankungen nicht ausgelegt sind, sondern leiden bis zum Totalschaden. Ergebnis: Umweltorientiert lauter gehandelt - kulturelles Erbe zerstört! - Versicherungstechnisch ist das ganze auch noch heiß, hätte die Klimaanlage keinen Defekt gehabt wäre das Ganze voraussichtlich nicht einmal versichert, weil Klimaaschäden in der Regel nicht gedeckt sind.

Apropos Umwelt: die 1829 gegründete Papierfabrik Zanders musste jetzt ihren Betrieb einstellen und knapp 400 Mitarbeiter in die Arbeitslosigkeit entlassen, weil die CO² Zertifikate nicht zu erwirtschaften waren. Was nutzt eine Umweltpolitik, die nicht verbindlich für alle Anbieter weltweit ist? Das fördert die Konzernbildung und schadet dem Mittelstand auf dessen Schultern zumindest der Deutsche, Schweizerische und Österreichische Wohlstand ruht.

Der in ziemlichem Mehrheitsbesitz der Bundesrepublik Deutschland stehende Konzern Deutsche Post/DHL hat 2020 eine blitzsaubere Bilanz mit fast 8 MRD. EUR Gewinn vorgelegt, von denen allerdings nur 1,6 MRD EUR and die Aktionäre ausgeschüttet werden sollen. Über 6 MRD EUR werden auf neue Rechnung vorgetragen und bleiben für Invstitionen und die Kriegskasse. Die Impfzentren kosten den Deutschen Steuerzahler 210 Millionen EUR pro Monat. Mit einer höheren Dividende hätte man die locker finanzieren können. Statt dessen träumen manche von Steuererhöhungen ... .

Träumen kann man jetzt auch wieder von offenen Museen in Frankreich - ab dem 19. Mai. Touristen sollen auch wieder ins Land dürfen, mit Test oder doppelter Impfung, allerdings erst ab 9. Juni. Das gleiche Datum gilt auch für Kunstmessen und Salons mit bis zu 5.000 Personen und gleichen Bedingungen - negativer Test oder Impfung.

Wir wünschen Ihnen eine Woche mit besten Erfahrungen, und kleinen Freiheiten - auf die großen müssen wir wohl noch länger warten

Ihr

Stephan Zilkens und das Team der Zilkens Fine Art Insurance Broker GmbH in Köln, Solothurn und Luxembourg