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Zilkens Newsblog

Dr. Stephan Zilkens

Stephan Zilkens

Newsletter 34. KW 2018

Guten Morgen liebe Leser von Kobels Kunstwoche und unseres Newsletters.

Havanna, einziger Ort auf der Welt ohne Kunstmesse stellt Stefan Kobel heute fest. Das ist auch kein Wunder. Totalitäre Staaten haben Angst vor der Freiheit der Kunst. So hat die Kubanische Regierung ein Gesetz erlassen, demzufolge jede kuturelle Aktivität der vorhergehenden Genehmigung durch die Behörden bedarf. Keine Sorge, das wird Trump nicht mit Strafzöllen belegen. Aber selbst der, zeitgenössischer Kunst mehr als kritisch gegenüber stehende, Alleinherrscher der Türkei hat sich noch nicht zu einer Totalzensur durchgerungen. Die Contemporary Istanbul hat jetzt die Liste der teilnehmenden Galerien im September veröffentlicht: 87 Galerien nehmen teil, davon 28 aus Istanbul, 14 aus Paris, 5 aus Berlin - wobei Michael Schultz gleich doppelt geführt wird - 4 aus London und der Rest verteilt sich über den Globus. Wirklich große Namen fehlen. Letztes Jahr kamen immerhin 80.000 Besucher zur Messe. Dieses Jahr ist Inflation und die Lira nur noch einen Bruchteil wert. Es fragt sich, ob die türkischen Sammler ihre Dollars dann für Kunst ausgeben. Der Mut der teilnehmenden Galerien ist zu bewundern.

Man ist geneigt auch Jörg Häntzschel für einen Mutigen zu halten. In der Süddeutschen vom 12. August steht ein Artikel, der mit seinen Fragen das Thema Missbrauch der Gewaltenteilung im Fall Gurlitt ausleuchtet. Nur das hier anders wie im Fall Sami A. Exekutive und Judikative das Recht gemeinsam großzügig gebeugt zu haben scheinen.

Seit 2017 ist sie online, die ultimative Plattform, um die künstlerische Kraft von Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts ins rechte Licht zu rücken https://awarewomenartists.com = "Archives of Women Artists, Research and Exhibitions" . Das Ziel: die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts paritätisch zu schreiben. Es gibt derzeit 300 (stark in Beziehung zu Frankreich stehende) Einträge. 150 pro Jahr sollen folgen. Allein an den deutschen Akademien studieren mehr als 150 angehende Künstlerinnnen. Das Projekt hat einen weltweiten Anspruch, sitzt mit 5 Mitarbeitern in Paris (w/m?) und wird u.a. von der Fondation Chanel gesponsert. Das wäre doch was für eine europäische Aufgabe, die gleichzeitig den Europäern und der Welt zeigen könnte, daß der alte Kontinent in der Lage ist ein nicht kommerzielles Projekt mit Weltgeltung zu stemmen !? Für den gebeutelten Kunstmarkt eine Plattform weiblichen Künstlern mehr Raum zu geben nach der Devise: was da ist braucht nicht mühsam aufgebaut werden. Schade nur für die Künstler (w/m), die gerade die Akademien verlassen und von ihrer Arbeit leben wollen.

Die SPD hat in ihrer langen Geschichte immer Abstand zur Assekuranz gehalten. Olaf Scholz hat vor seiner neuen Rentensau, die er jetzt durchs Dorf treiben will (stabile Renten bis 2040) mit Sicherheit keinen Vertreter der Versicherungswirtschaft gefragt. Die hätten ihn warnen können, dass das nicht umsonst zu haben ist und zu Lasten der kommenden Generationen geht. Aber vielleicht hält er die Zeit ja für reif, einen klassischen Umverteilungswahlkampf zu führen - die Linke wird sich fürchten ...

Der 77-jährige Bildhauer Martin Puryear wird 2019 die USA auf der Biennale in Venedig vertreten und nahe dem Tal der Könige in Ägypten wurde eine neue Sphinx entdeckt. Der Tourismus freut sich.

Wir wünschen Ihnen eine Woche mit interessanten Einblicken und einem versöhnlichen Start nach einem eventuellen Urlaub

Ihr Stephan Zilkens und das Team der Zilkens Fine Art Insurance Broker GmbH

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Dr. Stephan Zilkens | Zilkens Kunstversicherung