Zilkens Newsblog

Manifesta 16, Duisburg, Abbas Zahedi - Installation - Photo: Stephan Zilkens
Manifesta 16, Duisburg, Abbas Zahedi - Installation - Photo: Stephan Zilkens
Portraitfoto von Dr. phil. Stephan Zilkens

Stephan Zilkens

Newsblog 34. KW 2026

Es ist was los im Ruhrgebiet - nein, nicht die organisierten Banden für Sozialbetrug, die auch - viel wichtiger ist die nomadische Biennale Manifesta (16) die erst zum zweiten Mal in Deutschland stattfindet. Duisburg, Bochum, Gelsenkirchen und Essen sind die Städte in denen 12 ehemalige Kirchen die Ausstellungsräume sind, in denen die Kuratoren allerlei Alters und Geschlechts ihre Auswahl von Kunstwerken zeigen unter denen nur wenige bekannte Namen sind. Luc Tuymanns, Katharina Fritsch und Alicja Kwade sind wohl die bekanntesten. Viele haben ihre Wurzeln in Ländern aus denen in den 50ger und 60ger Jahren die Gastarbeiter kamen, um im Ruhrgebiet beim Aufbau zu helfen. Es sind sehr viele unterschiedliche Themenfelder, mit denen sich diese Manifesta beschäftigt. Den roten Faden bildet allerdings die Suche nach neuen Nutzungen für aufgegebene Kirchen, die meist aus den 60ger Jahren stammen. Die Bauten an sich machen einen fundamentalen Wandel deutlich - zunehmender Wohlstand und Sättigung mit elektronischen und anderen Reizen entfremdet die Menschen von ihren ursprünglich religiösen Wurzeln. Kaum einer geht noch in die Kirche. Leere Gotteshäuser werden aufgegeben, stehen unter Denkmalschutz und suchen eine neue Bestimmung. Die Reise zur Manifesta lohnt sich nicht nur wegen der Architektur, sondern gerade auch wegen mancher künstlerischen Position (wie das heute so schön heißt), die man neu entdecken kann.

Konzerne müssen viele Menschen beschäftigen, die eigentlich zum Geschäftsmodell wenig beitragen. Sie sitzen in Rechtsabteilungen, Compliance Bereichen oder sind mit irgendwelchen wichtigen Dingen beauftragt, für die die Bürokratie jemand benannt haben möchte. Im Ergebnis muss man immer wieder prüfen, wo der Grenznutzen der jeweiligen Kunden für das Unternehmen liegt - und der drückt sich oft in Geld aus. Bei uns Versicherungsmaklern ist es das Courtagevolumen eines Kunden aus dem sich ergibt ob er für das jeweilige Unternehmen noch interessant ist. Der Grundaufwand je Kunde ist immer gleich (Haftung, Jahresgespräch, Information, Schadenbegleitung usw.) allerdings gilt auch je kleiner der Umsatz desto uninteressanter für die Großen. Der Riese Marsh hat jetzt in Deutschland entschieden, dass die Kunden mit einem Courtagevolumen kleiner 10.000 EUR (bei entsprechendem Kraftfahrzeuganteil reden wir vielleicht über 100.000 EUR Beitrag je Kunde) besser bei den Maklern der ATTIKON Gruppe betreut werden. die Kolleginnen und Kollegen der8 ATTIKON-Gruppe freuen sich, dass ihr mittelständischer Ansatz gut zu diesen Kunden passt und Petter Börgers und Stephanie Oeing von Zilkens Fine Art stehen bereit im Kunstbereich die richtigen Lösungen für diese Kunden anzubieten. Übrigens, Sie müssen nicht unbedingt Kunde bei Marsh gewesen sein, um für das Team von Zilkens Fine Art interessant zu sein. Probieren Sie deren Leistungsfähigkeit ruhig aus, die verstehen was von Kunst (und Versicherung).

Wir haben es ja schon einmal geschrieben: Ängste sind ein schlechter Ratgeber, wenn es um Wahlentscheidungen geht. Manchmal verherrlicht man eine Vergangenheit, die bei weitem nicht so herrlich war, weil vielleicht die Gemeinschaft (trotz aller Stasi und Denunziationen) halbwegs gestimmt hat aber der Rest war ziemlich im Argen. Ich bin 1982 durch den Norden der DDR gefahren, habe das erste Mal erlebt, dass nach der Kartoffelernte Menschen über Felder gingen, um die von den Erntemaschinen nicht erfassten Früchte aufzusammeln. In der Eifel gab es das um die Zeit nicht mehr. In Stralsund haben wir gotische Backsteinkirchen besichtigt, deren Fenster monatelang nicht eingebaut werden konnten, weil Krampen (also Pfennigartikel) fehlten, bzw. nicht zugeteilt wurden. Aber scheinbar vergisst man so etwas, wenn Verlustängste die Emotion steuern. Freiheit ist für Kunst, egal wo sie entsteht, wesentlich. Künstler müssen deswegen oft ihre Heimat verlassen oder sich hinter Motiven verstecken, die sie am Leben halten aber nicht ihre Leistungsfähigkeit befördern. Es gibt viele Initiativen und kurz vor den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern ist jetzt der Pampiner Appell erschienen, den jeder unterschreiben kann, der auch in Mecklenburg-Vorpommern (der Heimat Angela Merkels) die Freiheit der Kunst unterstützen will. Hier geht es zum Aufruf und zur Unterschrift.

In Berlin wird auch gewählt - allerdings sind da andere Feinde der Freiheit unterwegs und im Moment an der Spitze der Umfragen. Die Stadt bereitet sich auf die Art Week vor in deren Rahmen auch wieder die Positions - internationale Kunstmesse im ehemaligen Flughafen Tempelhof - stattfinden wird. Zilkens Fine Art fördert das Projekt und vergibt mit seiner Schweizer Gesellschaft den Preis für den besten Stand, kurz Best Booth genannt - Zum zweiten Mal werden junge Künstler durch die Kölner Zilkens Fine Art mit dem Academy Award ausgezeichnet. Petter Börgers und Stephanie Oeing verleihen die Preise, die von einer Jury kuratiert werden.

Starten Sie beschwingt in die neue Woche

Stephan Zilkens mit dem Team der Zilkens Fine Art Insurance Broker GmbH in Solothurn und Köln