Zilkens Newsblog

Shepard Fairey 2019, gesehen in Tallin, Photo Stephan Zilkens
Shepard Fairey 2019, gesehen in Tallin, Photo Stephan Zilkens
Portraitfoto von Dr. phil. Stephan Zilkens

Stephan Zilkens

Newsblog 36. KW 2026

Traurige Nachrichten zuerst - Carolin Scharpff-Striebich hat ihren Kampf gegen den Krebs verloren. Sie hat vielen Kunstinitiativen ihre Kraft und Stimme verliehen. Auch dem Kunstsammler e.V., der Ludwig-Stiftung und den Kunstfreunden in Bonn. Ihre zurückhaltende Art, bei gleichzeitiger klarer Fokussierung auf das Notwendige werden wir vermissen. Wir trauern mit Ihrer Familie.

Es wird wieder vermehrt aus Museen gestohlen - Manchmal noch mit klassischer Manier nach den Dächern über Nizza, aber auch brutal während der Öffnungszeiten. Zuletzt hat es das MAK in Wien erwischt, dass vor Jahren das MAK in Köln wegen der Verwechslungsgefahr der Abkürzung gezwungen hat sich MAKK zu nennen, weil ihm am helllichten Tag zwei männliche Wesen, die aus, nach den veröffentlichten Photos zu schließen, durchaus aus dem Gebiet der alten KuK Monarchie kommen könnten, ein Diamantcollier aus der Sammlung van Cleef&Arpels mit 41 Hammerschlägen aus einer Vitrine entwendet haben und die Zivilcourage der Besucher durch Herzeigen einer Waffe in Schach gehalten hatten. Die Versicherungswirtschaft stellt sich auf einen Schaden von ca. 5 Mio. EUR ein. Die einzelnen Steinchen dürften in der Vermarktung nur einen Bruchteil bringen.

Vilnius - haben wir ja gerade besucht- besticht wohl auch durch eine sehr schlanke, aber funktionierende Verwaltung. Gerade mal 1.100 Menschen arbeiten darin, um die Bedürfnisse von 600.000 Menschen zu administrieren. Klar, wir wissen nicht welche Funktionen nicht da rein gerechnet werden - aber ein Blick z.B. auf Köln sei dann doch erlaubt, wo ca. 25.000 Menschen mit einer Krankenquote über 10% die Geschicke von ca. 1,1 Mio. Menschen … - ja was eigentlich? erleichtern kann man jedenfalls nicht sagen. Aber Köln steht damit nicht allein. Wir sind überreguliert und überadministriert. Wohnungsbau ist auch deshalb teuer, weil dieVorschriften zum Brandschutz, Klimaschutz, Lärmschutz, Umweltschutz, Energieschutz, Tierschutz und was auch sonst noch wichtig sein mag Prozesse und Kosten mehr als verdreifachen. Addiert man dazu die Phantasien von Enteignung von Wohnungseigentum muss man sich nicht wundern. Wer 1990 in Halle an der Saale war, weiß, wie heruntergekommene Bauten in öffentlichem Besitz aussehen, riechen und verrotten. Da fand man eine hellhörige Plattenbauwohnung als Geschenk.

In Helsinki kann man einiges erleben: u.a. Galerien, die Sonntags geöffnet haben und wo DC Open ohne Aufwand sonntäglich stattfindet und kleine Lieferfahrzeuge, die einem das Essen liefern, ohne das ein Mensch es steuert. Es fahren zwar noch jede Menge Inder und Pakistani auf dick bereiften, elektrisch getriebenen Fahrrädern zur Auslieferung durch die Gegend, aber ihre Tage dürften gezählt sein. Auch Bunker gibt es genug hier. 900.000 Bunkerplätze für 700.000 Menschen in der Stadt. Begonnen hat man bereits um 1950 das System aufzubauen, da waren die Russen noch sehr präsent in der Stadt. Und bis heute hat man nicht aufgehört die Sicherheit für die Bürger weiter zu entwickeln.

Positiv nach vorne schauen nützt Allen und der Stimmung.

In diesem Sinne einen guten Start in die erste Septemberwoche

Ihr Stephan Zilkens mit dem Team der Zilkens Fine Art Insurance Broker GmbH in Solothurn und Köln.