Stephan
Zilkens
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Newsblog 39. KW 2026
Nach diesem Wahlsonntag steht fest: Berlin als deutsche Hauptstadt, repräsentiert in keinster Weise die Stimmungslage im gesamten Land. Es zeigt sich ein Patt zwischen realen Ideen, rechtsorientierten Verweigerungs-Fantasien und linken Vergesellschaftungs-Orgien. Daraus auf die Stimmung im ganzen Land zu schließen, ist fahrlässig. Das Abgesangsgegröle auf den aktuellen deutschen Kanzler ebenfalls, solange keine sichtbare Alternative aus dem Hintergrund tritt. Den Einfluss von künstlicher Intelligenz und insbesondere von asozialen Medien kann man aktuell noch nicht beurteilen. Wenn ich nur an meine im Zuge von Selbstversuchen entstandenen Erfahrungen mit TikTok denke, dann ist das eines der manipulativsten Medien, die ich bisher kennen gelernt habe. Bilder, Sprache, Situationen, Aussagen werden kontinuierlich verfälscht oder in Zusammenhängen dargestellt, in denen sie gar nicht entstanden sind. Parallel darüber zu diskutieren, Menschen, die nicht einmal strafmündig sind, jetzt mit dem Wahlrecht auszustatten, scheint mir völlig verfehlt. Bis 13 sollen sie keinen Zugang zu sozialen Medien haben, ab 16 sollen sie dann wählen dürfen und strafmündig werden sie frühestens mit 18. Da ist was gehörig falsch im Denken.
ich sitze im Moment circa 50 km von Ceuta entfernt in einem Relikt britischer Welt Eroberung. Das Ganze nennt sich Gibraltar. es ist ein winzig kleiner Flecken Erde mit hoher Bevölkerungsdichte und entsprechend hoher Vermögensbildung. Das Mutterland tut alles, damit Investments in Gibraltar interessant sind. Niedrige Steuern, Schwerpunkt auf Glücksspiel, Kryptowährungen und andere Spielzeuge, die sich besser erst einmal zu genauer Kontrolle entziehen.
Kunstmarkt gibt es hier keinen! Von großen Sammlern hat man auch noch nichts gehört. Insofern scheidet offensichtlich dieses Segment hier für Geldwäsche aus. Der Hebel ist zu kompliziert. Und warum Spanien Gibraltar ständig als eigenes Gebiet einverleiben wollte, versteht man auch nicht so richtig. Hier werden zwar die Hauptstraßen abends mit Seifenlauge gewaschen, aber der Eindruck der Landschaft ist deutlich schwächer als der auf der spanischen Seite. Von kulinarischen Mängeln wollen wir an dieser Stelle gar nicht sprechen.
Aus einem Stimmungstief kommt man nur mit positiven Gedanken. Dass sich in Deutschland die Parteienlandschaft in einem Änderungsprozess befindet, ist jetzt jedem klar. Das Land hat allerdings auch eine Verfassung, die schützend wirkt. Man muss also jetzt nicht in Hektik verfallen, um dem immer sichtbar werdenderen rechten Spektrum in angststarre gegenüber zu stehen. Gleiches gilt übrigens für die andere Seite auf der linken. Vielleicht gibt es auch keine Mittel mehr, sondern nur Realpolitik im globalen Kontext versus frustriertes Träumertum in irgendwelchen Intellektuellen Blasen. Schlimm genug, dass die von den Meinungsbildnern nicht kritisch genug hinterfragt werden und ein Schulfach „ erkennen von Manipulation“ nicht existiert. Schön wär’s!
In dem ganzen Umfeld muss sich Kunst und Kunstmarkt entwickeln und Signale setzen. Think positiv
In diesem Sinne wünsche ich allen einen guten Start in die neue Woche, frei von Untergangsfantasien und Personalkarussell Geschwurbel. Einfach mal entscheiden, machen und sehen wie es das Land nach vorne bringt.
Stefan Kobel berichtet spannend aus den Winkeln der Kunstmarktberichterstattung.
Stephan Zilkens, mit dem Team der Zilkens Fine Art Insurance Broker GmbH in Solothurn und Köln